Tropenholz

Nach wie vor sollte der umweltbewußte Verbraucher auf die Verwendung tropischer Hölzer verzichten, da dessen Herkunft von unabhängigen Organisationen nicht zuverlässig überprüft werden kann. Entsprechende objektive, internationale Kontroll- und Überwachungsinstrumente existieren nicht. Deshalb sind Kennzeichnungen wie "Plantagenholz" relativ wertlos.

Aber auch Plantagenbewirtschaftung ist alles andere als umwelt- und sozialverträglich. Der nährstoffarme Tropenboden erfordert eine intensive Düngung, um die Bewirtschaftung der Plantage gewinnbringend zu gestalten. Damit aber wird nachhaltig in das betreffende Ökosystem eingegriffen. Auch tragen Plantagen kaum zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Menschen in der dritten Welt bei. Ihre Erträge kommen per se transnationalen Konzernen zugute. Dagegen zerstören sie die ursprüngliche Lebenswelt und leiten bestenfalls weitere problematische Entwicklungsprozesse ein.

Der Holzhandel führt empfehlenswerte heimische Harthölzer (Eiche, Robinie, Lärche, Esche), die dem Tropenholz vergleichbare Gebrauchswerteigenschaften haben.