Recyclingpapier

Bei der Produktion von Papier aus Altpapier entfällt die Umweltbelastung, die bei der Herstellung der Zellulose bzw. des Holzschliffs entsteht. Außerdem werden weniger Wasser und Energie verbraucht. Der Wasserverbrauch pro Tonne Recyclingpapier liegt unter 16.000 Liter, der Energieverbrauch bei 100 bis 400 Kilowattstunden. Das ist nur ein Zehntel des Verbrauchs, der bei der Erstherstellung von Papier anfällt. Das Entfärben (De-Inking) erhöht den Energieverbrauch um ca. 500 kWh; auch fallen etwa 50 kg mehr Reststoffe an.

Mitte der 90er Jahre wurden in Deutschland über 50 Prozent des Papiers wiederverwertet. Schon immer wurde ein Teil des Altpapiers recycelt; so basierte die Herstellung von Kartons seit eh und je auf der Verwertung von Abfallpapieren. Für Recyclingpapiere gibt es das Umweltzeichen RAL UZ 14. Bislang wurde der 100 prozentige Altpapiereinsatz praktisch als einzige Bedingung für die Zeichnung vorgegeben. Seit 30. Juni 1995 gelten neue Vergabekriterien. Insbesondere in toxikologischer Hinsicht sind nun strengere Auflagen zu erfüllen.

Recyclingpapiere können, anders als Umweltschutzpapier, für alle Anwendungszwecke, insbesondere auch für grafische Arbeiten, Drucken und Kopieren verwendet werden.