Holzschädlinge

Einige Pilze (z. B. der Holzschwamm) und Insekten (z.B. der Hausbockkäfer oder der Holzwurm) können Holz vor allem dann zerstören, wenn nicht durch konstruktiven Holzschutz Vorsorge getroffen wurde. Dazu gehören die richtige Holzwahl für den jeweiligen Verwendungszweck wie auch dessen ausreichende Lagerung. Holzzerstörende Pilze finden im gut gelagerten und belüfteten Holz keinen Nährboden und auch der Holzwurm bervorzugt frisch geschlagenes, harzreiches Holz. Geeignete Hölzer, die von Natur aus resistenter gegen Schädlinge sind sind vor allem Eiche und Robinie aber auch Lärche.

Wenn trotz vorbeugendem Holzschutz Pilz- oder Schädlingsbefall auftritt, sollte nicht unüberlegt zu chemischen Bekämpfungsmitteln gegriffen werden. Das die Wirkstoffkomponenten auch auf Menschen toxisch wirken können, ist mittlerweile nicht mehr umstritten und hat teilweise schon zu Anwendungsverboten (z. B. bei PCP) geführt.

Alternativen zur "Chemiekeule" sind

Abschleifen/-beilen kann man Hölzer, wenn die Schädlinge sich nur auf den Außenbereich beschränken. Bei Bauholz sollten das Fachleute durchführen, da nur diese beurteilen können, ob die verbleibende Holzmasse noch die tragende Funktion erfüllt. Eine anschließende Borsalzimprägnierung, die vor erneutem Pilz- und Insektenbefall schützt. wird empfohlen. Dazu wird reines Borsalz mit heißem Wasser im Verhältnis 1:1 verdünnt und bei 50 bis 60 °C aufgespritzt oder -gestrichen.

Mit Heißluft kann Holz in jedem Entwicklungsstadium der Schädlinge behandelt werden. Das befallene Material muß ca 20 Minuten bis zum Kern auf eine relativ hohe Temperatur (>65°C) erhitzt werden. Diese Methode wird von Fachfirmen durchgeführt. Den gleichen Zweck erfüllt das Einfrosten unter -20°C. Auch hier ist eine Nachbehandlung mit Borsalz angebracht.

5%-ger Haushalts-Essig wird mit Hilfe einer Spritze in kleine Wurmfraßlöcher gespritzt. Danach sollte das Holz auf erneute Fraßmehlbildung einige Wochen lang beobachtet werden.